Eingewöhnung

Behutsam ankommen – Vertrauen aufbauen


Die Eingewöhnungsphase ist für Ihr Kind ebenso wie für Sie als Eltern von großer Bedeutung. Sie bildet den sensibelsten und zugleich wichtigsten Grundstein für ein vertrauensvolles und stabiles Betreuungsverhältnis zwischen Ihrem Kind, mir als Kindertagespflegeperson und Ihnen als Familie.


Während der Eingewöhnung lernt Ihr Kind eine neue Bezugsperson, eine neue Umgebung sowie weitere Tageskinder kennen. Diese vielen neuen Eindrücke stellen eine große Umstellung dar. Daher ist es mir besonders wichtig, Ihrem Kind die Zeit zu geben, die es benötigt, um sich in der neuen Situation sicher und geborgen fühlen zu können.


Jedes Kind ist einzigartig und genauso individuell gestalte ich auch die Eingewöhnung. Ich empfehle Ihnen, wenn möglich, ausreichend Zeit für diese Phase einzuplanen. Ich nehme mir bewusst die Zeit, Ihr Kind behutsam an den neuen Alltag heranzuführen und eine vertrauensvolle Beziehung aufzubauen. Auch für Sie als Eltern ist diese Phase des Loslassens oft mit Unsicherheiten verbunden. Deshalb beziehe ich Sie von Beginn an aktiv in die Planung der Eingewöhnung ein, um Ängste abzubauen und eine offene, vertrauensvolle Basis zu schaffen.


Während der ersten Trennungsphasen halte ich Sie sofern gewünscht selbstverständlich jederzeit über den Verlauf auf dem Laufenden.



Individuelle Eingewöhnungsmodelle


Was meine Kindertagespflege besonders macht, ist das Angebot mehrerer individuell gestaltbarer Eingewöhungsmodelle. Diese ermöglichen es, auf die Bedürfnisse jeden Kindes und jeder Familie gezielt einzugehen. In einem persönlichen Gespräch finden wir gemeinsam das Modell, das am besten zu Ihnen, Ihrem Kind und Ihrer familiären Situation passt. Jede Familie bringt unterschiedliche Voraussetzungen, Wünsche und zeitliche Möglichkeiten mit darauf gehe ich flexibel ein.


Kurzüberblick über mögliche Eingewöhnungsformen:


1. Klassische, behutsame Eingewöhnung

Bei dieser Form besucht Ihr Kind die Gruppe in der Regel an vier bis fünf aufeinanderfolgenden Tagen gemeinsam mit einer vertrauten Bezugsperson. Zu Beginn beträgt die Aufenthaltsdauer meist ein bis zwei Stunden pro Tag und wird schrittweise gesteigert.

Ihr Kind sammelt erste Eindrücke, beobachtet, spielt und lernt den neuen Alltag kennen. Da diese Phase für Kinder sehr anstrengend sein kann, starten wir bewusst mit kurzen Zeiten, damit Ihr Kind die Tagespflege mit einem positiven Gefühl erlebt und verlässt.

Für diese Eingewöhnungsform plane ich in der Regel einen Zeitraum von etwa vier bis acht Wochen ein. Nach einigen Tagen werden erste kurze Trennungsphasen vereinbart, während Sie sich in unmittelbarer Nähe aufhalten. Die Dauer wird individuell an das Verhalten und die Bedürfnisse Ihres Kindes angepasst.


2. Individuell angepasste Eingewöhnung


Nicht jede Familie hat die Möglichkeit, über einen längeren Zeitraum Zeit einzuplanen. Je nach Alter, Entwicklungsstand und familiärer Situation kann die Eingewöhnung auch schneller abgeschlossen sein. In diesem Fall besprechen wir gemeinsam den Ablauf und passen die Eingewöhnung flexibel an. Ein enger Austausch ist mir hierbei besonders wichtig, um gegebenenfalls gemeinsam Lösungen zu finden, falls Ihr Kind doch mehr Zeit benötigt.


3. Sanftes Kennenlernen im Vorfeld („Schnupperphase“) 


Wenn Sie frühzeitig planen und bereits mehrere Monate vor dem Betreuungsstart Zeit haben, besteht die Möglichkeit, mich und die Gruppe etwa vier bis sechs Monate vor Ihrem Wiedereinstieg in den Arbeitsalltag einmal wöchentlich für ca. eine Stunde zu besuchen.

In dieser Zeit kann Ihr Kind ganz ungezwungen gemeinsam mit Ihnen erste Erfahrungen in der Gruppe sammeln, mich kennenlernen und sich langsam an die neue Umgebung gewöhnen ohne Trennung und ohne Druck.


Es gibt viele Wege der Eingewöhnung, und jedes Modell hat seine eigenen Vorteile. Mein oberstes Ziel ist es, dass sich Ihr Kind sicher, geborgen und wohlfühlt. Tränen des Vermissens lassen sich nicht immer vollständig vermeiden, doch mit Zeit, Geduld, Einfühlungsvermögen und einer engen Zusammenarbeit können wir diesen Übergang für Ihr Kind so sanft wie möglich gestalten.